Geschafft. Tag 1 der re:publica.

rp14-Cubus
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Puuuuh … Tag Eins der re:publica ist vorbei. Für mich jedenfalls. Viele andere tanzen in der STATION noch ab oder machen sonstwie noch Berlin unsicher. Ich bin aber – da bin ich fest von überzeugt – nicht der einzige, der jetzt schon auf dem Hotelzimmer ist.

Wie also war dieser erste Tag, der für mich ja im Prinzip in der Nacht mit dem Blogposting für vorgestern begann? Kurz gefasst: Er war voller Eindrücke und Impressionen. Aber das reicht Euch sicher nicht.

Also Nach Frühstück und kurzer U-Bahn-Fahrt konnte ich die Akkreditierung umgehen – hatten wir zu ein paar Leuten ja schon am Montag gemacht. Der Innenhof war schon gut gefüllt, die Sonne schien, FritzKola und -Limo wurden genauso in den Händen festgehalten wie Kaffeebecher und Zigaretten. Und das bei strahlendem Sonnenschein, aber noch knackig-kalten Frühlingstemperaturen.

In meinem Timetable standen für den Dienstag ja eine ganze Reihe von Sessions und Panels. Vorweg gesagt: Es war illusorisch – nicht nur, weil einige Sessions ja auch parallel liefen. Ich wollte mir aber einfach eine gewisse Flexibilität offen halten. Die erste Veranstaltung war um 10 Uhr – dann doch mit etwas Verzögerung – die offizielle Eröffnung durch die Veranstalter:

Begrüßung, Sponsoren- und Helferdank und so. Kennt man ja, muss aber sein, da die Veranstaltung ohne so viele helfende Hände im Hintergrund wohl nicht machbar wäre. Diesem Dank schließe ich mich hier auch jetzt schon mal an! Im Video könnt Ihr die halbstündige Begrüßung hier sehen. Kaum war der Event vorbei ging es für mich auch schon weiter von Stage 1 zu Stage 2, wo der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Müller, Das „global innovation gathering“ eröffnen sollte. Sollte – denn er war kurzfristig verhindert und schickte seinen Staatssekretär. Bei seinem Vortrag fragte ich mich schon, ob er dieser gegenwärtigen Bundesregierung angehört. Sein Statement zur bundesdeutschen Regierungspolitik in Entwicklungszusammenhängen – auch bzgl. der Medienpolitik – widersprach m.E. schon stark dem, was ich von der Regierungspolitik insgesamt so mitbekomme. Ok, das war nur ’ne Viertelstunde und diese gig-Eröffnung wurde wohl strategischerweise unmittelbar vor das Panel „Geheimdienste vs. Demokratie?“ gesetzt. Die Halle war sehr gut gefüllt, teilweise standen die Leute auch – vielleicht aber auch nur, weil es am Rand reichlich Steckdosen gab. Das Panel selbst hat mich inhaltlich enttäuscht. Alles richtig, was da gesagt wurde, aber wenn sich Moderator und zwei Diskutierende weitgehend einig sind im Thema, dann fehlt die Spannung. Ich frage mich: Warum wurde niemand von der „Gegenseite“ (BND, Bundesinnenministerium etc.) eingeladen? Oder war das der Fall und sie haben abgesagt?

Seitens des SPD-MdB Flisek kam es dabei zu einer Äußerung, wo mir die Hutschnur hochging. Das habe ich dann mit diesem Tweet kommentiert:

Jedenfalls wurde mir die Diskussionsrunde zum Ende hin zu schwammig und langweilig. Da war dann doch mal eher so langsam die Konzentration auf das Mittagessen angesagt. Bevor die Panels alle zur selben Zeit endeten und Unmengen an Leuten sich in die Warteschlange des re:restaurant ei nreihten, hatte ich die leckere Penne Calvados schon auf dem Teller. Die leckeren Nudeln verhinderten dann, dass ich pünktlich zur nächsten Session kam. Voll. Türen zu. Kein Eintritt mehr möglich. Ha, aber genau dafür habe ich ja fast immer noch parallel laufenden Veranstaltungen in meinem Timetable markiert! Nur: Alternativen 2 und 3: voll. Zu. Kein Eintritt mehr. Na gut, dann halt Pause und ein bisschen Leute beobachten, twittern, online lesen, …

Und wofür kenne ich so viele OnlinerInnen zumindest aus der katholischen Szene? Kaum sitzt du, kommen sie quasi wie aus Löchern geschossen. 😉 Der Kollege Felix Neumann von katholisch.de nutzte dabei die Chance und interviewte mich per sechs-sekündigem Vine-Video und einem mp3-Statement.

Sobald die Inhalte online sind und ich den Link habe, ergänze ich ihn unten im Kommentar. So verging der frühe Nachmittag – auch draußen im Innenhof der STATION – mit vielen lohnenswerten Gesprächen, bevor ich dann nochmal den Endspurt mit vier Veranstaltungen in Angriff nahm. Reingeschnuppert habe ich in das Panel zu Wikileaks und zu einem kurzen Vortrag über „Barrierefrechheit“. Dann kam Johnny Häusler von spreeblick mit einer sehr kurzweiligen Session. Die kann ich nicht beschreiben – die muss man miterlebt haben!

Den inhaltlichen Tagesabschluss setzte dann der bekannte Blogger Sascha Lobo – der mit dem roten Irokesenschnitt. In einer eineinhalbstündigen Rede zog er zuerst über die Anwesenden her, die aus seiner Sicht sich zu wenig für Netzpolitik einsetzten. Nur ein paar Tweets reichen Logo nicht – er will Geld sehen. Nicht für sich, sondern für netzpolitik.org und/oder digitale gesellschaft. Seine „Rede zur Lage der Nation“ gibt es ebenfalls vollständig als Video (wie auch viele andere Sessions und Panels). Ich muss mir die Rede zu Hause nochmal in Ruhe anschauen, denn noch brodeln zu viele Gedanken in meinem Kopf, als dass ich aus der Rede jetzt ein Fazit ziehen könnte.

Das kann ich aber aus meinem ersten re:publica-Tag tun: Die schiere Menge an Veranstaltungen ist eine riesige Herausforderung für Geist und Körper. Konzentration auf einige wesentliche Sessions sind absolut wichtig. das werde ich mir für morgen vornehmen.

Wer möchte, kann sich nun noch meine #rp14-Tweets vom Dienstag, 6. Mai, hier anschauen. Die erzählen auch eine kleine Geschichte. Das war’s dann jetzt auch aus meiner Sicht vom ersten re:publica-Tag, der sein Ende mit einem Treffen auf Einladung des Katholischen Pressebundes fand. Ich wünsche Euch eine gute Nacht! Bis morgen …

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