Ich habe mein PayPal-Konto geschlossen. Der Schritt war überfällig – aus Gründen des Datenschutzes, der digitalen Souveränität und wegen der zunehmenden Kommerzialisierung persönlicher Daten.
Im Frühjahr 2025 hatte PayPal angekündigt, ins Werbegeschäft einzusteigen. Der Zahlungsdienstleister verfügt über enorme Mengen persönlicher Informationen – von Einkaufsgewohnheiten über Standorte bis hin zu Spenden und sozialen Kontakten. Dass diese Daten seitdem für Werbezwecke verwendet und an Dritte weitergegeben werden, überschreitet für mich eine klare rote Linie. Ein juristisches Gutachten (PDF) zeigt, dass die neue Praxis möglicherweise gegen europäisches Datenschutzrecht verstößt.
Doch es geht nicht nur um die juristische Bewertung, sondern um ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber der digitalen Abhängigkeit von US-Diensten. Als Nutzer in Europa möchte ich selbst bestimmen, wer meine Daten verarbeitet und zu welchem Zweck. PayPal zeigt exemplarisch, wie bequem gewordene Plattformen unsere Privatsphäre preisgeben, sobald sich daraus ein neues Geschäftsmodell entwickelt.
Stattdessen könnt ihr mir nun über den europäischen Dienst WERO, den auch deine Hausbank sicherlich schon anbietet, Geldbeträge unkompliziert zukommen lassen:

WERO nimmt Transparenz und Datenschutz ernst. Für Händler:innen ist WERO inzwischen auch verfügbar.
Ein Konto zu schließen ist zwar nur ein kleiner, aber dafür notwendiger Schritt – hin zu mehr Selbstbestimmung im digitalen Raum.
