Ausgeliefert II

Service, den man bei beiden Unternehmen vergeblich sucht: NetAachen und Deutsche Telekom.
Service, den man bei beiden Unternehmen vergeblich sucht: NetAachen und Deutsche Telekom.

Ich versprach eine Fortsetzung von Ausgeliefert I. Aber gerne doch, denn den Ärger muss ich mir von der Seele schreiben. Zugleich finde ich es wichtig, solche Zustände in der „Service-Wüste Deutschland“ öffentlich zu machen.

Wir schreiben also Montag, 7. September 2015. Dank meines Chefs kann ich mich aus der Abteilungsbesprechung um 11.30 Uhr zurückziehen, sodass ich pünktlich um kurz vor 12 Uhr zu Hause bin, um den Techniker zu erwarten. Auch jetzt bin ich die gesamte Zeit im Haus und folglich erreichbar. Und was passiert um 15.59 Uhr? Nein, kein Dingdong an der Haustüre, sondern ein Dingdong vom Smartphone! E-Mail! Der Absender? NetAachen – mit der Standard-Mail und dem Inhalt: „der beauftragte Techniker hat Sie heute zur Schaltung Ihres Telefonanschlusses leider nicht angetroffen.“ Wie bitte???

Ich bin höchstgradig verärgert, denn erstens hätte man mich natürlich die gesamte Zeit von 12 bis 16 Uhr antreffen können und zweitens kommt die Mail um 15.59 Uhr, also eine Minute VOR Ablauf des vereinbarten Zeitfensters. Der Techniker hätte also mindestens noch eine Minute Zeit gehabt, im Rahmen des Zeitfenstes bei mir zu klingeln – mindestens eine Minute, wenn ich voraussetze, dass sein Eintrag in seinem elektronischen Arbeitssystem unmittelbar eine Nachricht an NetAachen auslöst und von dort aus dann ebenfalls unmittelbar die automatische E-Mail an mich gesandt wird. An solch reibungslose Automatismen zwischen Telekom und NetAachen kann ich #ausGründen allerdings beim besten Willen nicht glauben.

Wie nicht anders zu erwarten, habe ich also die NetAachen-Hotline angerufen und meinem Ärger freundlich aber bestimmt Luft gemacht. Ein neuer Termin wurde gefunden und auf Freitag, 11. September, 12 – 16 Uhr, vereinbart.

Am Dienstagmorgen bat ich dann meinen Chef, mir für besagten Freitag dann wieder eine Freistellung zu genehmigen, was er auch dankenswerterweise tat. Aber innerhalb von einer Woche zwei halbe Tage kurzfristig frei zu nehmen, heißt natürlich auch, an den anderen drei Tagen das Arbeitsvolumen zu schaffen und folglich länger zu arbeiten. Das geht dann zu Lasten von Freizeit und Lebensqualität. Danke, NetAachen, danke, Telekom!

Fortsetzung folgt.

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