Der Irak-Krieg und seine Folgen

Der Krieg gegen den Irak hat viele zivile Opfer gefordert. Seine langfristigen Folgen sind heute noch nicht überschaubar. Auf jeden Fall bedeutet er einen schweren Rückschlag für das Völkerrecht. Die weltweite Antikriegsbewegung hat jedoch auch Zeichen der Hoffnung gesetzt.

Ich hoffe auf das schnelle Ende aller Kampfhandlungen und Ausschreitungen und Plünderungen im Irak, damit die dringend erforderliche Nothilfe zu den betroffenen Menschen gelangen kann. Die internationale Verpflichtung liegt heute darin, alles zu tun, um die humanitäre Katastrophe zu lindern.

Die Menschen benötigen dringend Wasser, Lebensmittel und medizinische Hilfe. Die Hilfsorganisationen brauchen sofort den freien und ungehinderten Zugang zum Irak, um den Kampf gegen diese humanitäre Notlage aufnehmen zu können. Sie benötigen außerdem dringend Spenden. Dazu rufe ich auf. Persönlich empfehle ich Ihnen das katholische Hilfswerk missio, für das ich beruflich tätig bin und daher Einblick in die Verwendung der Spendengelder habe.

Jahrzehntelang haben die Menschen im Irak unter Krieg, Unterdrückung und Hunger leiden müssen. Sie haben ein Recht auf Unterstützung beim Wiederaufbau sowie einen Anspruch auf Sicherheit, Recht und Freiheit in Eigenverantwortung. Dafür benötigt der Irak Verwaltungs- und Ordnungsstrukturen, die den Wiederaufbau des Landes gewährleisten können. Mit Sorge beobachte ich, dass Plünderungen und Ausschreitungen den Wiederaufbauprozess gefährden.

Der Krieg gegen Irak war illegitim. Auch der Kriegsverlauf rechtfertigt den Militärschlag im Nachhinein nicht. Es wäre außerdem falsch und verhängnisvoll, daraus eine Legitimation für den Aufbau einer Drohkulisse gegen Syrien oder andere Länder abzuleiten. Ein präventiver Angriff gegen einen souveränen Staat darf sich nicht wiederholen.

Auch wenn die weltweit friedlichen Proteste mit Millionen von TeilnehmerInnen den Krieg nicht verhindern konnten, sind sie ein wichtiges Signal für den Frieden. Und sie sind eine Aufforderung, die vor uns liegenden Aufgaben anzupacken und eine friedliche Weltordnung unter dem Dach der Vereinten Nationen zu gestalten.

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