Computerbildschirm mit HTML-Code; generiert mit der KI „Google Imagen 3“.
1999 war ein besonderes Jahr: Ich professionalisierte meine damalige digitale Selbstständigkeit und sicherte mir meine eigene .de-Domain. In einer Zeit, als personalisierte Domains noch nicht alltäglich waren, war das ein klares Zeichen für meine Ambitionen als Webdesigner.
Heute bin ich wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren und ich habe – nicht zum ersten Mal – den Mängelmelder der Stadt Aachen genutzt, um eine gefährliche Stelle zu melden.
Blick in ein Bergbauloch in Süd-Kalimantan, Indonesien. Es zeigt zahlreiche Bagger, die Raubbau an der Erde begehen. | Foto: Dominik Vanyi / unsplash.com
Im Jahr 2024 beginnt Deutschland rechnerisch am 2. Mai damit, die Erde zu überlasten Der Erdüberlastungstag, auch bekannt als „Earth Overshoot Day”, markiert den Tag im Jahr, an dem die menschliche Nachfrage nach natürlichen Ressourcen und Dienstleistungen die Fähigkeit der Erde, diese Ressourcen nachhaltig zu regenerieren, übersteigt.
„Würde 👑 unantastbar”. Das Gruppenbild wurde mit der KI Adobe Firefly generiert.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Art. 1 GG) ist Zusammenfassung, Vermächtnis und elementares Fundament unserer demokratischen Haltung und kulturellen Werte.
Wolfgang Niedecken und Eusebius Wirdeier: "Fotogeschichten Kölner Südstadt"
Am 27. März 2024 war der Pfarrsaal von St. Severin in der Kölner Südstadt bis auf den letzten Platz gefüllt. Kein Wunder, denn mit Wolfgang Niedecken und Eusebius Wirdeier stellten zwei prägende Stimmen des Veedels ihren neuen Bildband „Fotogeschichten: Kölner Südstadt“ vor – eine fotografische und persönliche Reise durch Vergangenheit und Gegenwart eines der lebendigsten Viertel Kölns.
Severinstorburg und Niedeckens Elternhaus, Severinstraße 1, Köln
Das Elternhaus von Wolfgang Niedecken, in dem er groß wurde, in der Severinstraße 1 in der Kölner Südstadt.
Die Severinstraße in der Kölner Südstadt und die Severinstorburg.
Das Chlodwigeck in der Kölner Südstadt.
Ich war schon reichlich vor Beginn der Lesung und Buchvortellung in Köln und habe mir das Vringsveedel nochmal in Ruhe angeschaut.
Eine Hommage an die Kölner Südstadt
Ein Veedel, drei Blickwinkel
Der großformatige Band (erschienen im Emons Verlag) verwebt auf 240 Seiten drei Perspektiven zu einem stimmungsvollen Ganzen:
Chargesheimer, der legendäre Kölner Fotograf, hielt in den 1950er-Jahren das Leben rund um die Severinstraße, den Chlodwigplatz und den Volksgarten in ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Bildern fest. Viele dieser Aufnahmen waren bislang unveröffentlicht – etwa Karnevalsszenen, Straßenszenen mit Kindern oder Nachkriegsspuren.
Wolfgang Niedecken, geboren 1951 direkt im Veedel, steuert persönliche Anekdoten und Familienfotos bei – vom Blick auf den Laden seines Vaters bis zu den ersten Auftritten mit BAP. Seine handschriftlichen Kommentare geben dem Buch eine intime, fast nostalgische Note. Niedecken erklärte bei der Buchvorstellung: „Es war wie eine Rückkehr in meine Kindheit – zwischen Vringspooz und Nächelsjass.“
Eusebius Wirdeier, selbst Fotograf und Herausgeber, rundet das Ganze mit aktuellen Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den Jahren 2019 bis 2023 ab. Multikulturelles Leben, moderne Architektur und Alltagsmomente zeigen, wie sich das Veedel verändert – und doch treu bleibt.
Wolfgang Niedecken und Eusebius Wirdeier: „Fotogeschichten Kölner Südstadt“
Kein reines Fotobuch – ein Zeitdokument
„Fotogeschichten: Kölner Südstadt“ ist mehr als ein Bildband. Es ist ein Zeitdokument, das die kölsche Seele atmet. Die Kombination aus historischen Aufnahmen, persönlichen Erinnerungen und aktueller Dokumentation macht das Buch zu einer Hommage – nicht nur an das Veedel, sondern auch an das, was Köln im Kern ausmacht: Nähe, Wandel und Zusammenhalt.
Das Werk wurde beim Deutschen Fotobuchpreis 2024 mit der Silbermedaille ausgezeichnet.
Buchvorstellung
mit Wolfgang Niedecken und Eusebius Wirdeier (alle Fotos: Ralf Simon)
Plakat zur Lesung von Wolfgang Niedecken und Eusebius Wirdeier.
Wolfgang Niedecken (links) und Eusebius Wirdeier
Wolfgang Niedecken
Wolfgang Niedecken (links) und Eusebius Wirdeier
Kurzrezension:
„Fotogeschichten: Kölner Südstadt“ ist eine historisch wertvolle Zeitreise in ein Stück rheinischer Alltagskultur. Das Buch ist gleichermaßen für Fotobegeisterte wie für Geschichtsinteressierte, Südstadt- oder auch Niedecken-Fans eine klare Empfehlung – nicht zuletzt dank der gelungenen Kombination aus Basisarbeit von Chargesheimer, lebendigen Erinnerungen Wolfgang Niedeckens und den Bildern von Eusebius Wirdeier.
Vor einem Monat, am 5. Februar, habe ich es verpasst, mich an #WmDedgT zu beteiligen – jetzt bin ich wieder dabei. Und so beantworte ich die Frage: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ mit diesem Blogbeitrag für den heutigen 5. März.