Welcher Strom ist grün?

GRÜNE informierten über Bezugsmöglichkeiten von ökologisch produziertem Strom

Bündnis 90/DIE GRÜNEN Alfter veranstalteten am Mittwoch, 30. Mai 2001, einen zweistündigen Informationsabend, bei dem es über Grundlagen und Bezugsmöglichkeiten von ökologisch produzierten Strom ging.

Wilhelm Windhuis, OV-Sprecher, begrüßte knapp 20 Interessierte in der Alfterer Gaststätte „Zur Krone“. Ralf Simon, Vorstandsmitglied, führte in das Thema ein:

,Energie’ – das unsichtbare Wunder. Wir begegnen Energie auf Schritt und Tritt: im Licht der Sonne, im Wind, in Wasserfällen und Vulkanausbrüchen, aber auch bei Pflanzen. Ohne Energie geschieht nichts ohne sie gibt es kein Leben.
Gerade aber weil Energie ‚Leben‘ bedeutet, stehen die Menschen auf dem Energiesektor vor der Beantwortung von Schlüsselfragen für die weitere Zukunft. Dem wachsenden Energiebedarf von immer mehr Menschen steht die Notwendigkeit gegenüber, kreative Innovationen, ehrgeizige Konzepte und machbare Alternativen für den Umgang mit der Solarwirtschaft zu entwickeln. Die Energieversorgung steht seit April 1998 ganz im Zeichen der europäischen Liberalisierung des Strommarktes. Es ist ein Wettbewerb entstanden, der vornehmlich über den Preis geführt wird und negative Folgen für Umwelt und Arbeitsplätze hat. Auf dem liberalisierten Strommarkt agieren neben den altbekannten Versorgungsmonopolisten aber auch mehr als 70 Ökostrom-Anbieter.“

Als Referenten für diesen Abend konnten die GRÜNEN Herrn Lambing begrüßen. Er ist Mitarbeiter des Ökostrom-Anbieters unit[e]. Zu seinen Aufgabengebieten gehören u.a. auch die Kontaktarbeit zu Parteien und Verbänden.

Herr Lambing informierte an diesem Abend über den derzeitigen Stand der Technik und über die unterschiedlichen Konzepte der etwa 70 bundesweit verstreuten Ökostrom-Anbieter. Dass der Wechsel des Stromanbieters mit Problemen behaftet sei, liege vielmehr an Gerüchten, die u.a. von den Ex-Monopolisten gestreut würden. Oftmals ist in diesen Gerüchten die Rede davon, dass im Falle eines Wechsels der „Saft abgedreht“ würde, oder dass schlechterer Strom aus der Steckdose komme. Diese Gerüchte entbehren jeder Wahrheit und wurden von Lambing in das Reich der Fabeln verwiesen. Gerade die Ökostrom-Anbieter hätten ein Interesse neue KundInnen zu gewinnen und nähmen diesen dann auch fast den gesamten, leider notwendigen Schriftverkehr ab, so der Ökostrom-Manager.

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