Merkels Milchmädchenrechnung

Auf massive Kritik stößt die Ankündigung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel, im Falle eines Wahlsieges bei der nächsten Bundestagswahl den Neubau von Atomkraftwerken wieder zuzulassen. Merkels Vorwürfe die Windkraftnutzung sei aus deutscher Sicht nicht rentabel muss zurückgewiesen werden.

Frau Merkels energiepolitische Geisterfahrt wird die WählerInnen abschrecken. Kernenergie ist eine hochsubventionierte, viel zu teure Technologie, deren Risiken so hoch sind, dass man sie bis heute nicht versichern lassen kann. Es wird sich auch keine Gemeinde finden lassen, die als Standort für neue AKW’s zur Verfügung steht.

Aus diesen Gründen werden schließlich auch 13 von 15 EU-Staaten zukünftig auf Kernenergie verzichten. Selbst Frankreich plant aus Kostengründen keine neuen AKW’s. Zudem haben die Abschaltungen in diesem Sommer gezeigt, dass Kernkraft kein verlässlicher Energieträger ist. Ganz anders verhält es sich mit Erneuerbaren Energien: Kühlwasser für AKW’s und Kohlekraftwerke kann europaweit knapp werden, eine europaweite Windstille hat es allerdings noch nie gegeben und auch keinen Mangel an Sonnenenergie.

Im Gegensatz zu Merkels Äußerungen ist die Windkraft volkswirtschaftlich schon jetzt rentabel. Angesichts der von der Allgemeinheit zu finanzierenden Umweltschäden und stetig steigender Preise für konventionelle Energie sind erneuerbare Energien die einzigen dauerhaft günstigen Energieträger. An Merkel, die in ihrem Wahlkreis bereits eine großangelegte Anti-Windkraft-Kampagne geplant hat, geht der Appell: „Die Union wäre besser beraten auf Zukunftstechnologien zu setzen, anstatt weiter Dinosauriertechnologien zu subventionieren.“

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