IOC und DOSB und der Hashtag #Rio2016

Hashtag

Seit gestern geistert es durch die Medienlandschaft: Das Internationale Olympische Komittee (IOC) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben in einem ausführlichen Papier (PDF) klargestellt, dass sie die Vermarktungsrechte von Begrifflichkeiten wie #Sommer, #Rio2016 und anderen Hashtags (!!) für sich beanspruchen. Hashtags!!

Das erregte natürlich weite Teile der Social-Media-Szene, den einen oder die andere PolitikerIn, wie z.B. Malte Spitz von Bündnis 90/Die Grünen,

und auch mich:

Jetzt habe ich mal schnell recherchiert: Der Hashtag #Rio2016 wurde erstmals am 25. Januar 2008 auf Twitter verwendet:

Ich finde, dass sich IOC und DSOB zurücknehmen und vom hohen Ross heruntersteigen sollten. Schließlich handelt es sich bei den Olympischen Spielen um ein gesellschaftliches Ereignis, das alle vier Jahre wiederkehrt und breites öffentliches Interesse widerfährt. Da sollte ein Engagement vieler Millionen Menschen und Unternehmen, die mit den Hashtags twittern, eher unterstützt als verboten werden.

3 comments

  1. Uschi aus Aachen Reply

    Wurde denn eigentlich schon geklärt, ob Hashtags überhaupt mit irgendwelchen Urheber- oder Nutzungsrechten belegt werden können?

    Ich finde diesen ganzen Vorgang ungeheuerlich lächerlich.

    • Ralf Simon Post authorReply

      Hier berufen sich IOC/DOSB wohl auf eingetragene Markennamen. Sollte ich auch mal tun und „rasibo“ eintragen lassen.

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