InterRail, Tag 17: Arles – Cassis

InterRail 1989 durch Frankreich

30. Juli 2019 | InterRail vor 30 Jahren: Wie es zu diesem „alten“ Blogbeitrag kommt, habe ich hier beschrieben.
Ich lege also unvermittelt mit dem Tagebuch von damals los! Denkt dran: Wir sind in 1989 – die Mauer ist noch nicht gefallen, es gibt noch DM und Französische Francs (FF)! Und Digitalkameras liegen auch noch in ferner Zukunft.

7 Uhr aufgestanden, Frühstück. Bin jetzt, 8.40 Uhr, am Bahnhof und warte auf den 9.31-Zug nach Marseille. Nach Cassis: 11.15-11.44 (oder 12.09-12.38 / 14.45-15.09 / 15.33-15.56 / 16.45-17.14). Noch keine deutsche Zeitung am Bahnhof Marseille; kaufe mir daher die Dimanche Provencale (4,50 FF).

Abfahrt Marseille: 11.15; Ankuft Cassis: 11.44. Plan: Mit zwei Dänen ca. 5 km vom Bahnhof zum Dorf trampen: ohne Erfolg.In Cassis direkt an den Strand und abgekühlt. Danach Fritten gegessen (15 FF) und eingekauft (Baguette, Kekse, Nudeln, Speck: 34,45 FF).

Los gehts zu Fuß zu den „Calanques“ und weiter zur Jugendherberge: ca. 90 Minuten, 4 km, über unbefestigte Wege; aber gut beschildert. Unterwegs einen Italiener getroffen, mit ihm gemeinsam weiter zur Jugendherberge. Dort patschnass angekommen und ausgeruht. Leider diesig. Aber bei klarem Wetter – es klart langsam auf! – ein super Blick auf die Bucht vor Cassis. Habe hier auch jemanden getroffen, den ich in Bordeaux schon kennengelernt habe.

Dann kommt (… / zwei unleserliche Worte) Paul. Wir erzählen von unseren Erlebnissen. Jugendherberge öffnet, wir melden uns an. Normalerweise wird bei Abreise gezahlt, aber wegen Monatsende zahlen wir für zwei Nächte vor (72 FF). Danach sortieren wir unsere Sachen und gehen zur Calanque „Port Pin“: sauberes Wasser, schöne, glatte Steine lassen den halbbstündigen Anmarsch vergessen.

InterRail 1989: Postkarte aus Cassis - "Unsere Calanque Port Pin"
InterRail 1989: Postkarte aus Cassis – „Unsere Calanque Port Pin“

Ca. 19 Uhr gehen wir zurück zur Jugendherberge und bereiten jeder sein Abendessen zu. Bei mir gibt es Nudeln in angebratenem Speck und Rotwein. Am Tisch sitzen noch zwei Göttingerinnen. Eine hat mal in Bonn studiert und wohnte in Oedekoven in der Staffelsgasse in einer WG. Die haben noch von ihrer Reispfanne übrig. Nach dem Essen gemeinsam spülen und wegräumen des Geschirrs. Anschließend gemütlicher Abend vor der Jugenherberge bei Wein und Kerzen.

2 Kommentare

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