Gefüllte Auberginen mit zitronierten Knoblauchkartoffeln
Klar, gekocht wird hier ja öfters. Meistens „nur“ normale Küche. Seit drei Wochen haben wir uns allerdings darauf verständigt, dass wir am Mittwoch einen Veggieday machen. Wieso? Erstens, weil ein fleischloser Tag durchaus auch der Gesundheit förderlich sein kann. Zweitens gibt es in unserer Nähe zwei Hofläden, in denen wir unser Gemüse und Obst kaufen wollen statt im durchaus gut sortierten Supermarkt. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass die Hofläden auch Kleinmengen anbieten und nicht nur Großgebinde wie der Supermarkt. Und drittens gibt es in der Küche meines Arbeitgebers missio mittwochsmittags immer ein kleines Salatbüffet. Das möchte ich gerne nutzen.
Seit gestern geistert es durch die Medienlandschaft: Das Internationale Olympische Komittee (IOC) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben in einem ausführlichen Papier (PDF) klargestellt, dass sie die Vermarktungsrechte von Begrifflichkeiten wie #Sommer, #Rio2016 und anderen Hashtags (!!) für sich beanspruchen. Hashtags!!
Das erregte natürlich weite Teile der Social-Media-Szene, den einen oder die andere PolitikerIn, wie z.B. Malte Spitz von Bündnis 90/Die Grünen,
Jetzt habe ich mal schnell recherchiert: Der Hashtag #Rio2016 wurde erstmals am 25. Januar 2008 auf Twitter verwendet:
https://twitter.com/riotemporada/status/640545352
Ich finde, dass sich IOC und DSOB zurücknehmen und vom hohen Ross heruntersteigen sollten. Schließlich handelt es sich bei den Olympischen Spielen um ein gesellschaftliches Ereignis, das alle vier Jahre wiederkehrt und breites öffentliches Interesse widerfährt. Da sollte ein Engagement vieler Millionen Menschen und Unternehmen, die mit den Hashtags twittern, eher unterstützt als verboten werden.
Unglaublich! Da wurde monatelang gehetzt, gelogen und eine ganze Generation junger Menschen in Großbritannien um ihre Zukunft betrogen. Offene Ausländerfeindlichkeit und Rassismus scheinen auf der Insel wieder hoffähig zu sein. Und dann treten die #brexit-Befürworter der Reihe nach ab, sobald es darum geht, Verantwortung zu übernehmen – Verantwortung zur Steuerung eines von Ihnen selbst gewünschten, ja geforderten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union.
Zuerst hat Boris Johnson vor ein paar Tagen das Handtuch geworfen:
Und nun sucht Nigel Farage als Vorsitzender der europafeindlichen UKIP das Weite. Er wolle „sein Leben wieder zurück haben“. Unglaublich, weil … siehe oben!
Und es stellt sich nun mehr und mehr die Frage, ob der #brexit nun wirklich kommt oder nicht. Die Verunsicherung in Großbritannien, in ganz Europa ist spürbar. Gut ist das bestimmt nicht. Weder für uns EU-Europäer, noch für die Briten.
So ist das mit Populismus: Anstoßen, Stimmungsmache, Polarisierung und wenns um Verantwortung und Umsetzung geht: Verpissen!
Seit über 12 Jahren wohne ich nun ich Aachen, seit einem knappen Jahr in der Soers. Nun endlich (!) habe ich meine Fahrradtasche – die mein Fahrrad und mich auch schon seit 12 Jahren durch AAchen begleitet – mit der Silhouette der Aachener „City-Skyline“ 😉 gebrandet. Schick oder?
Gekauft habe ich den kleinen smarten Aufkleber in der Tourist-Info am Elisenbrunnen. Dort steht er für 2,95 € als „Auto-Aufkleber“ im Ausstellungsregal. Es muss aber ja nicht immer „Auto“ sein …
Die Flaggen der 15 EU-Länder anno 2001 vor dem EU-Parlament in Straßburg.
#Brexit.
War da was in meinem Leben? Da war was. Da ist was!
Denn ich fühle mich als Rheinländer, Europäer, als Weltbürger. Und das aus gutem Grund. Denn was habe ich in diesem schönen Europa nicht alles erlebt!
Mein erster längerer Auslandsaufenthalt war gemeinsam mit Eltern und Geschwistern 1974 an der niederländischen Nordseeküste. Später fuhren wir auch nach Österreich. Mit dem Jugendverband war ich ein paar Mal in der Schweiz. Die Abi-Abschlussfahrt ging nach Rom. Auch die Plattbodenschiffe auf dem Ijsselmeer ziehen mich seit 1988 immer wieder in ihren Bann.
Auf zwei Interrail-Trips habe ich in Frankreich, Italien, Griechenland viele Gleichgesinnte getroffen, Japaner, Südafrikaner, Deutsche, Griechen, Schweden, Franzosen, Italiener und – ja! – auch Engländer kennen gelernt. Wir haben in Jugendherbergen, auf Campinplätzen und auf Fährendecks diskutiert, gesungen, getanzt und lecker gegessen und getrunken. Und an eins – das muss ich jetzt hier näher beschreiben – erinnere ich mich ganz besonders: In der Jugendherberge im südfranzösischen Arles traf ich im Sommer 1989 auf zwei Südkoreaner. Die „german reunification“ zeichnete sich ab und die beiden Asiaten waren fasziniert von dieser Idee, dass eine friedliche Revolution die Zusammenführung zweier getrennter Staaten, die eigentlich zusammengehören, initiieren kann. Drei Tage verbrachten wir gemeinsam in Arles: ich musste jeden Tag eine deutsche Tageszeitung kaufen, um den beiden den aktuellen gesellschaftlichen und auch politischen Stand der nahenden Wiedervereinigung in Deutschland zu erläutern. Faszinierend!
Vor dem Europarat in Straßburg (30. März 2001)
Ich engagierte mich mich in der katholischen Jugendverbandsarbeit – nicht nur in Deutschland sondern auch auf europäischer Ebene und habe dabei mit vielen Landjugendlichen von Rumänien bis Portugal, von den Niederlanden bis Italien an einer gemeinsamen europäischen Perspektive gearbeitet. Das durfte ich dann als Mitglied des jugendpolitischen „Advisory Council“ beim Europarat (in Straßburg (Foto) und Budapest) ehrenamtlich noch ein Stück intensiver betreiben. Innerhalb der europäischen Landjugend habe ich an drei Europaversammlungen in Barcelona, Porto und Brügge teilgenommen.
Ich war ein paar mal zum Wanderurlaub in der Schweiz und habe in Norwegen und Österreich auf Langlaufskiern gestanden. Mit Kumpels habe ich in so schönen Städten wie Barcelona, Prag, Paris, Riga oder Dublin abgefeiert. Ob Ägäis oder Azoren, ob Athen oder Lissabon – Urlaube in Europa bieten für mich immer wieder die Gelegenheit, die gemeinsamen Spuren unserer Vorfahren oder auch die vielfältigen Landschaften unseres Kontinents zu entdecken.
Seit 12 Jahren wohne ich nun in Aachen – gleich „um die Ecke“ liegen die Niederlande und Belgien. Tages- oder Wochenendausflüge – zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto, Bus oder Bahn – sind so normal wie Kurztrips nach Köln oder wie Dienstreisen nach Berlin oder Münster.
Was ich damit sagen will? Ich kann mir ein „Europa der Nationalstaaten“, wie es so mancher nach dem #brexit nun sieht, nicht vorstellen. Ich möchte eine offene, eine freie Europäische Union, in der alle Länder Europas ihren Platz und ihre Zukunft haben. Zum Wohle von uns allen – vor allem der nachfolgenden Generationen.
Denn sicher ist für mich: Der europäischen Einigung verdanken wir hier über 70 Jahre Frieden – das höchste Gut angesichts der jüngsten Geschichte unseres Landes und unseres Kontinents.
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P.S.: Den Aspekt des Weltbürgers habe ich aus aktuellem Anlass ausnahmsweise einmal nicht betrachtet. Da könnte ich auch noch so Manches hinzufügen …
… ist „die Kapelle“ auf Tour. Das sind sie zwar schon seit knapp zwei Wochen, aber für mich war das vorgestern das erste Konzert im Rahmen der „Die beliebtesten Lieder 1976-2016“ – Tour.
Bevor es nachher nach Düren zum 2. Tour-Konzert geht, hier noch ein paar Eindrücke, die Setliste und ein paar Videomitschnitte:
Ich verliere nicht viele Worte: Nach langer Abstinenz wurde es wirklich wieder Zeit, die Kapelle live auf der Bühne zu sehen. Aus Reihe 2 heraus macht das natürlich nochmal mehr Spaß. Und den hatten wir!
Setliste:
Intro: „Dicker Pitter“
Frau, ich freu‘ mich
Ne schöne Jrooß
Nix wie bessher
Fortsetzung folgt
Für ’ne Moment
Jupp
Aff un zo
Alles relativ
Die Ballade vom Vollkasko-Desperado
Absurdistan
Vision von Europa
Diego Paz wohr nüngzehn
Unger Krahnebäume
Dausende von Liebesleeder
Jraaduss
Paar Daach fröher
Alles em Lot
Do kanns zaubere (mit Nena)
Kristallnaach
Arsch huh, Zäng ussenander
Verdamp lang her (mit Nena)
Halv su wild
Alexandra, nit nur do
Dä Herrjott meint et joot met mir
Los geht es für mich bereits am Sonntag. Zum dritten Mal nehme ich dann also an Europas wichtigster Internet-Konferenz (2.-4. Mai) in Berlin teil. Dieses Jahr trägt sie anlässlich ihres Jubiläums den Titel TEN.
Danke an das #rpTEN-Team, dass Ihr eine Kooperation mit der Deutschen Bahn eingegangen seid! Dadurch bekam ich mit dem Veranstalterticket einen DB-Sondertarif für Hin- und Rückfahrt: nur 99,00 € im ICE. Besser geht es nicht!!
Heute nun habe ich mir die re:publica-App (Android) von Alexander Gräsel, aka „AxxG“, heruntergeladen und mein grobes Programm zusammengestellt. Definitiv fest stehen aber schon vier Sessions:
Klar, dass ich da noch sehr viel abspecken muss. Das mache ich dann aber eher spontan vor Ort. Durch die hier getroffene Sessionauswahl wird meine diesjährige Schwerpunktsetzung aber schon mal ganz gut deutlich. Mehr als fünf Sessions pro Tag werden es aber wohl nicht werden, denn ich möchte auch Zeit für Gespräche mit Bekannten haben und neue Leute kennen lernen. Außerdem müssen Pausen sein, um das Gehörte, Diskutierte und Gesehene zu verarbeiten.
Für die Abende stelle ich mir noch ein privates Programm zusammen. Fest steht jedoch schon, dass ich mit dem Aachener Freund und Kollegen @parns1 am Montagabend in irgendeiner Kneipe/Sportsbar den Abstiegskampf-Knaller Werder Bremen – VfB Stuttgart gucken werde.
Und wer nachlesen möchte, was ich in 2015 und 2014 auf der re:publica erlebt habe, klickt sich einfach durch die nachfolgend angeteaserten Beiträge durch.
Viel Spaß dabei!
P.S.: Wer auf Twitter nachlesen möchte, was auf der #rpTEN so alles passiert, klickt einfach auf eben diesen Hashtag; ausschließlich meine re:publica-Tweets findet Ihr hier.
Als ich gestern meinen Newsstream auf Facebook durchscrollte, wurde ich mal wieder an einer Stelle sehr aufmerksam. Dort war nämlich zu lesen, dass einem User mit einem für unsere Breitengrade doch etwas ungewöhnlichem Namen sein Profil-Zugang gesperrt wurde. Anscheinend störte sich Facebook an dem Nachnamen des 33-jährigen Rana Deep Islam, der offensichtlich Politikwissenschaftler und über das weltgrößte Social Network – privat wie beruflich – sehr intensiv vernetzt ist. Die gesamte Geschichte zu Herrn Islam, dessen Facebook-Profil inzwischen wieder entsperrt ist, lest Ihr hier bei Spiegel Online.