InterRail, Tag 6: La Rochelle – Nantes

InterRail 1989 durch Frankreich

19. Juli 2019 | InterRail vor 30 Jahren: Wie es zu diesem „alten“ Blogbeitrag kommt, habe ich hier beschrieben.
Ich lege also unvermittelt mit dem Tagebuch von damals los! Denkt dran: Wir sind in 1989 – die Mauer ist noch nicht gefallen, es gibt noch DM und Französische Francs (FF)!

Um ca. 7.30 Uhr aufgestanden; die Hammer-Mädels packen schon das Zelt zusammen und fahren Richtung Spanien/Portugal weiter. Ich koche mir im Zelt den Kaffee, da es draußen ziemlich windig ist. Die Sonne kommt aber wieder durch – keine Wolken.

InterRail 1989: Quittung für drei Übernachtungen auf dem Campingplatz in La Rochelle

Jetzt sitze ich im Bahnhofscafe. Nach dem Packen des Rucksacks habe ich noch den Zeltboden sauber gemacht, sodass die ganze Aktion ca. zwei Stunden dauerte. Bezahlt habe ich für die drei Übernachtungen 50,10 FF (je Nacht also 16,70 FF) und war damit mehr als drei Mal so preisgünstig als die JH. Jetzt gleich werde ich mir noch Die Welt (8 FF) reintun, bis um 11 Uhr der Zug nach Nantes kommt. Und einen Cafe au lait trinke ich dazu (10 FF). Pünktliche Abfahrt. Im Zug nähe ich jetzt den La-Rochelle-Aufnäher auf den Rucksack und lese die Zeitung.

? Uhr Ankunft in Nantes. Lasse den Rucksack am Bahnhof (12 FF). Finde relativ schnell die JH, die aber erst um 17 Uhr wieder aufmacht. Gehe in die Stadt. Als erstes in die Kathedrale; dort zwei Postkarten (3,40 FF) gekauft. Der Reiseführer kostet 3 FF; schön kühl hier drin. Gehe dann noch einkaufen: eine Dose Cola, eine Dose Ravioli, eine Fl. Rose, eine Tafel Milka (24,10 FF).

InterRail 1989: Postkarte der Kathedrale von Nantes
InterRail 1989: Postkarte der Kathedrale von Nantes

Zurück zum Bahnhof, wo mich ein Franzose auf’s BAP-T-Shirt anspricht, am Chateau vorbei, das Gepäck abgeholt und zur JH. Dort sind schon zwei Kieler vor mir, mit denen ich schnell in Kontakt komme und jetzt auf einem 3er-Zimmer liege: 156 FF für drei Nächte inkl. Frühstück. Die Ravioli habe ich mir in der Küche warm gemacht, wo ich mit einer Münchnerin ins Gespräch komme.

Nach dem Abendessen nochmal in die Stadt – die Kieler sind Pizza essen. Zum telefonieren 5 FF für eine Minute und anschließend Mutters Rückruf. Danach wieder zurück in die JH. In unserem Zimmer kann man das Fenster nicht öffnen; das sagte man uns schon beim empfang. Als wir dann aber feststellen, dass das Licht im Zimmer defekt ist, gehen die beiden Kieler reklamieren. Umgehend erhalten wir Zimmer 27 (vorher 9), ganz oben unter’m Dach: schöner Ausblick über Nantes. Hier müssen wir jedoch feststellen, dass das Licht in der Waschzelle nicht funktioniert, weil die Neonröhre weg ist. Allgemeines Amusement darüber. Na ja, morgens um 5, wenn’s noch dunkel ist, rasiert sich sowieso keiner von den beiden und ich ja auch nicht.

Gute Nacht. Habe gerade noch zwei Postkarten geschrieben, die aber erst morgen in den Briefkasten wandern.

1 Kommentar

  1. Pingback: InterRail vor dreißig (!!) Jahren – Ralf Simon

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