InterRail, Tag 5: La Rochelle

InterRail 1989 durch Frankreich

18. Juli 2019 | InterRail vor 30 Jahren: Wie es zu diesem „alten“ Blogbeitrag kommt, habe ich hier beschrieben.
Ich lege also unvermittelt mit dem Tagebuch von damals los! Denkt dran: Wir sind in 1989 – die Mauer ist noch nicht gefallen, es gibt noch DM und Französische Francs (FF)!

Die Sonne steht schon am Himmel, als ich aufstehe. Beim Waschen merke ich, dass ich zumindest auf den Schultern einen tierischen Sonnenbrand habe – na denn viel Spaß beim Rucksack tragen!

Als Frühstück: zwei Tassen Kaffee und ein paar Kekse. Währenddessen kommen wieder zwei Mädels aus Deutschland, die mich nach einem Hammer fragen, mit Rucksäcken an.

Endlich kommt der fahrende Bäcker! Für 3 FF kaufe ich eine Stange Baguette, damit ich Brot für Abendessen und morgiges Frühstück habe. Gehe jetzt noch eine Flasche Sonnenmilch (33 FF) kaufen und dann ab den Strand von Minimes. Draußen auf See sind zig Segelboote und immer mehr kommen aus dem hafen von La Rochelle und Les Minimes.

InterRail 1989: Immer ein Sound im Ohr ...
InterRail 1989 – Immer ein Sound im Ohr: „’sch lieje fuhl ahm Strand röm, hüür de Welle un isch spell mem Sand, loss en durch de Finger rinne …“
InterRail 1989: Ein Kassenbon aus La Rochelle

Bin jetzt gegen 14 Uhr vom Strand zurück. Gehe in die Stadt für Abendessen und Frühstück einkaufen. Mache vorher aber hurzen Halt, weil beim Umbau einer Musikbühne Sting von CD läuft. Höre genüsslich zu!

Danach in’s Kaufhaus: 2 Tomaten, 2 Mettwürstchen, 1 kl. Pckg. Speck, 1 Fl. Wein, 250 gr Nudeln und einen Camembert für insgesamt 40,75 FF.

Teilweise habe ich mir das dann zum Abendessen gemacht: zuerst die Nudeln gekocht (ohne Salz), in den Teller getan, den Speck und die Mettwürstchen angebraten (ohne Öl, Butter, weil ja Eigenfett) und dann die Nudeln dazu gegeben – hat aber gut geschmeckt! Nur das Saubermachen des Topfes, der Speck war angebrannt, war ein kleines Problem.

Bin nochmal in die Stadt gegangen, um Musik zu hören. Habe mir am letzten Abend in La Rochelle noch ein Eis zu 15 FF geleistet. Danach noch zum Bahnhof, um kostenlos und mit Papier auf Toilette gehen zu können.

Um ca. 21.45 Uhr wieder zurück: zweites Abendessen. Dazu Musik: Francofolies, u.a. Jacques Higelin, Musik aus der Box der Dänen (Rap), und deutsche Musik (Tote Hosen) von den Calwer Mädels. Die sind jetzt auch zu mir rübergekommen und erzählen mir, dass sie heute nacht von 1 Uhr bis morgen Nachmittag 16 Uhr mit auf Fischfang gehen dürfen: Ein „Seebär“ und ein „Lehrling“ auf einem 10-Meter-Kutter, alles per Handarbeit – vom Netzflicken bis zum Fischfang machen die selbst. – 23.10 Uhr: Gute Nacht!

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  1. Pingback: InterRail vor dreißig (!!) Jahren – Ralf Simon

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