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#WmDedgT im April 2019

Mein zweiter Blogbeitrag zu „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ Vor einem Monat habe ich mich dieser Blogreihe hinzugesellt und ich schrieb auf, wie denn mein Arbeitstag so aussah. Heute kommt (für den gestrigen Tag) eine Tagesbeschreibung einer ganz anderen Art heraus. Denn seit vorgestern befinde ich mich im ostwestfälischen Bad Salzuflen in Reha: 36 Jahre nach meiner Wirbelsäulen-OP und ein dreiviertel Jahr nach dem Vorfall mit dem Iliosakralgelenk war das nun wirklich sinnvoll und notwendig.

Das also war mein gestriger Tag:

7.00 Uhr: Natürlich werde ich schon vor der Weckzeit um 7.30 Uhr wach. Ich lasse mir Zeit, döse noch was rum, gehe duschen, ankleiden und bin um 8 Uhr am Frühstückstisch. Da sitze ich zusammen mit A♀️, A♂️ und D♀️ an einem Vierer-Tisch. A♂️ hat irgendwie keinen Bock auf Reha – das merkte ich ihm schon gestern Abend an. Er scheint einer von jenen zu sein, die über alles was zu meckern haben. Mir egal.

Zurück auf dem Zimmer studiere ich meine Reha-Unterlagen und bereite mich auf das um 9.15 Uhr stattfindende Gespräch mit der Oberärztin vor. Vorher lasse ich mich aber noch in die Handhabung des Blutdruckmessgeräte einweisen. Schließlich soll ich täglich zwischen 10 und 11 Uhr den Blutdruck messen. Beim Gespräch mit der Oberärztin bin ich der fünfte von acht Patient*innen. Das lockere Gespräch dauert etwa acht Minuten. Sie flachst rum, dass die Ansprüche von Patient*innen immer höher würden: „Aida-Komplex“ nennt sie das – ich hoffe ich kann sie enttäuschen, denn solche Erwartungen habe ich hier nicht. Und sie wundert sich ob der Tatsache, dass ich bereits 1983 an der Wirbelsäule operiert wurde und seitdem quasi noch keine Reha hatte.

Kurz vor 10.10 Uhr bin ich dann im Badebereich. Zuerst warte ich im falschen Wartebereich. Da könnten Ausschilderung bzw. Angaben auf dem Reha-Plan etwas genauer sein. Auf jeden Fall bekomme ich 10 Minuten Infrarot-Wärme für meine Wirbelsäule. Ich könnte auch länger liegen bleiben …

Vor dem Vortrag (ab 11.15 Uhr) der Oberärztin zur „Motivation in der Rehabilitation“, suche ich den Leseraum auf und schaue mal, was es für Zeitungen so gibt. Ich entdecke Die Welt, die FAZ und den Focus. Das sind nicht gerade meine Präferenzen.

Dann hole ich mir heute irgendwann für mein Tablet wohl doch für 5€ so ein Sieben-Tage-Wifi-Ticket, damit ich die Süddeutsche Zeitung lesen kann. Außerdem lässt sich auf dem Tablet besser bloggen als mit dem Smartphone. Und ich kann mir den einen oder anderen Film downloaden, um ihn dann am Abend auf dem Zimmer zu schauen.

11.45 – 12.15 Uhr: Mittagessen – ich entscheide mich für Fischfilet auf Gemüsebett mit Salzkartoffeln und einer Dillsauce. Anschließend kurze Mittagspause mit etwas Ruhe auf dem Bett.

13.00 Uhr: Die Einführung in die Geräte der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) dauerte etwa 50 Minuten – wir waren immerhin vier Patient*innen, für die die Geräteeinstellungen individuell erprobt werden mussten. Die weiteren Einheiten muss ich in meinen Reha-Plan einarbeiten, bin dabei aber an die Öffnungszeiten der MTT-Räume gebunden.

Da ich ja jetzt am Nachmittag keine weiteren fixen Termine mehr habe, mache ich doch gleich eine MTT-Einheit. Für die benötigte ich eine knappe Stunde. Duschen und anschließend in der Cafeteria einen Kaffee gönnen. Am Postfach habe ich auch noch vorbeigeschaut und dabei einen neuen Plan für Montag vorgefunden: Die ursprünglich vorgesehene 7-Uhr-Einheit entfällt. Dann kann ich also doch was länger schlafen.

Das bereits oben erwähnte Wifi-Ticket habe ich mir jetzt dann auch geholt. Und dann telefoniere ich noch eine Runde mit meiner Schwester, die vor zwei Jahren hier in Reha war.

Wie läuft eigentlich so ein Patiententag in einer Reha ab? Hier und bei #rasibo_Reha erfährst du mehr! Klick um zu Tweeten

Die restliche Zeit lese ich die 11Freunde (Ausgabe 209) bis zum Abendessen um 17.30 Uhr.

Den Abend verbringe ich auf dem Zimmer mit Lesen, bevor gegen 21 Uhr das Licht ausgeht. So eine Klinikluft macht doch ganz schön müde …

Nächste Woche werde ich ebenfalls den Freitag wieder etwas dokumentieren. Dann aber nicht in Worten, sondern mit den #12von12-Fotos auf Instagram.

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„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” hat Frau Brüllen in 2013 zum ersten Mal gefragt. Und so, wie ich meine #12von12-Blogpostings bei der dortigen Initiatorin verewige, so tue ich das nun auch mit #WmDedgT bei Frau Brüllen. Dort gibt es unter ihrem eigenen Blogpost auch eine Liste mit weiteren #WmDedgT-Beiträgen.

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#WmDedgT im März 2019

Ein kleines, neues Format in meinem Blog!
„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” — das fragen sich ganz viele Menschen an jedem Fünften eines Monats. Und so möchte ich versuchen, mich in die Reihe jener hineinzubegeben und etwas von meinem 5. März 2019 erzählen:

ca. 5.45 Uhr: Sabines Wecker klingelt. Ich nehme das irgendwie wahr, bleibe aber noch liegen, da ich zum Glück nicht an in Stein gemeißelte Arbeitszeiten gebunden bin.

7.00 Uhr: Das zweite Weckerklingeln – dieses Mal ist es tatsächlich mein eigener Wecker. Bis ich aufstehe vergehen noch ein paar Minuten; danach Dusche, Kaffee und das von der gestrigen Bahnfahrt übrig gebliebene Brötchen mit Schinken und getrockneten Tomaten sowie die Morgenlektüre am Tablet.

8.45 bis 9.05 Uhr: Es regnet heute Morgen mal wieder so richtig schön, also geht es mit dem Bus zur Arbeit. Und das heute ganz besonders schnell, denn am Bushof gelingt mir quasi der fliegende Wechsel von der Linie 54 in die Linie 2.

9.15 Uhr: Das Notebook ist gestartet – Mailbox checken, Mails sortieren bzw. „Leichtes“ sofort bearbeiten. Das dauert — mit Unterbrechungen — den ganzen Vormittag …

9.40 Uhr: Eine MAV-Kollegin kommt vorbei und wir besprechen uns kurz wegen der Übergabe der MAV-Unterlagen, die ich am Freitag vom Vorsitzenden bekam und ihr nun als stellvertretende Vorsitze für diese Woche übergebe.

10.15 Uhr: Erste Kaffeepause im Büro. Die nutze ich heute gerne, um meinen RSS-Reader Feedly durchzuschauen. Da versammeln sich berufliche und auch private Themen. Die beruflichen Themen schaue ich mir genauer an und lese den einen oder anderen Beitrag. Danach geht es dann weiter mit der Mailbearbeitung. Darunter finden sich auch Benachrichtigungen unseres CMS Typo3, dass ich mir ein paar von einer Kollegin überarbeitete Seiten anschauen, freigeben und publizieren soll. Meine Arbeit beschränkt sich in dem Fall auf die Überprüfung formaler Kriterien: Sind sie ok, publiziere ich — ansonsten nehme ich entweder selbst die notwendigen Korrekturen vor oder ich schreibe dem/der Kolleg*in, was noch zu tun ist. Ein weiteres Todo war danach, die wichtigsten Kennzahlen unserer Social-Media-Kanäle Facebook, Instagram, Twitter und Youtube für den Monat Februar zu recherchieren in eine Excel-Tabelle einzutragen. Da ich das schon ziemlich lange (teilweise seit ca. 2014) mache, habe ich ziemlich gutes Zahlenmaterial, um die Entwicklung zu verfolgen.

12.20 bis 12.55 Uhr: Mittagpause. Heute gab es für mich Schnitzel „Jäger Art“ mit Kroketten und Krautsalat. Am Mittagstisch drehen sich die Gespräche zuerst rund um Karneval, dann um die Fastenzeit. Wirst du dir einen Fastenvorsatz geben?

Wie läuft ein Tag beim Web Content Manager bei @missio_de ab? Hier hat er es aufgeschrieben! Klick um zu Tweeten

13.00 Uhr: Wieder im Büro. Jetzt kommen Stück für Stück die etwas aufwändigeren Dinge dran und es gibt ja auch noch das eine oder andere nicht abgeschlossene Vorhaben. Mit diesen Dingen beschäftige ich mich dann quasi den Rest des Tages …

14.20 Uhr: Dienstags steht in meinem Arbeitskalender immer drin, dass ich mir die Performance unserer Website anschaue. Schwerpunkt ist die vorige Woche. Dafür, dass viele Menschen mitten im Karneval sind und es sowieso nicht unsere aktivste Zeit ist, sieht es ganz passabel aus. Wichtig ist mir auch (seit ich voriges Jahr die vierteilige Google-Analytics-Weiterbildung gemacht habe), dass ich aktiv am Thema dranbleibe und z.B. Spambots ausfiltere. Dafür brauche ich dann auch etwa eine Stunde, bis ich neue Spambots den Konten und Properties hinzugefügt sowie in den Datenansichten in die richtige Reihenfolge gebracht habe.

15.20 Uhr: Na toll, unsere Abteilung kann man nun auch als Lazarett bezeichnen … der nächste krankheitsbedingte Ausfall. Gute Besserung den betroffenen Kolleg*innen!

15.40 Uhr: Zweite Kaffeepause, in der ich mit dem Blogbeitrag beginne. Klar, jetzt erinnere ich mich noch am Besten daran, was ich wann getan habe.

16.00 Uhr: Ein Kollege aus unserer Bibliothek mikado besucht mich und hat eine Rückfrage zu einem Vorgang von vor drei Jahren. Wir kramen in den hinteren Gehirnwindungen …

16.20 Uhr: Nun noch etwas lesen: zuerst ein paar Seiten im Print-Magazin Website Boosting (Nr. 53) — schließlich sollen die Augen nicht quadratisch werden —, dann aber doch noch ein paar Websites durchschauen.

17.10 Uhr: Jetzt heißt es noch den morgigen Tag vorzubereiten. Welche Termine stehen an? Was ist zu tun? Wofür muss ich mir im Outlook-Kalender Zeit frei blocken?
Apropos Termine: Da ist dann auch noch heute eine hausinterne Anfrage für morgen Vormittag reingekommen, die ich natürlich positiv beantworte, bezieht sie doch auf eine E-Mail-Konversation von heute Vormittag.

17.35 Uhr: Zeit, das Notebook herunterzufahren, im Schrank einzuschließen und das Büro zu verlassen. Um 17.49 Uhr kommt nämlich der Bus.

18.20 Uhr: Zuhause ersteinmal auf die Couch und eine Runde erzählen, was es in den Berufen nach den Karnevalstagen so Neues gibt. Danach dann Abendbrot mit Leberwurst, Gouda und Johannisbeer-Schorle.

19.00 Uhr: Pünktlich bin ich wieder im Wohnzimmer auf der Couch. TV an und die „heute“-Nachrichten eingeschaltet. Danach geht es im fliegenden Wechsel in die ARD-Mediathek, wo wir heute Abend die ersten drei Teile der 2. Staffel von „Charité“ anschauen. Danach passiert außer Zähne putzen und zu Bett gehen eigentlich nichts mehr … Gute Nacht.

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„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” hat Frau Brüllen in 2013 zum ersten Mal gefragt. Erstmals aufmerksam wurde ich darauf im Blog „Leben in AC”: der Öcher Paul schrieb am 6. Oktober 2018 etwas über seinen vorherigen Tag. Auch die bloggende Soers-Nachbarin Uschi hält ihren jeweils 5. in einem Monat (hier der 5. Februar 2019) so fest. Und so, wie ich meine 12von12-Blogpostings bei der dortigen Initiatorin verewige, so tue ich das nun auch mit #WmDedgT bei Frau Brüllen. Dort gibt es unter ihrem eigenen Blogpost auch eine Liste mit weiteren #WmDedgT-Beiträgen.